Förderkonzept für Kinder
mit Autismus-Spektrum-Störungen


Arbeitsgruppe HPS
unter der Leitung von
Kirsten Jürgensen
Januar 2008

© HPS Trübbach

 

Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung

1.1. Annahmen

1.2. Leitgedanken

1.3. Grundmodell

2. Methoden

2.1. Das Entwicklungs- und Therapiemodell nach Affolter

2.2. TEACCH

2.3. ABA (Applied Behavior Analysis) mit verbal Behavior (VB)

2.4. Unterstützende Kommunikationsmethoden

3. Einbezug der Methoden

4. Literatur

 

1. Zielsetzung

Das Förderkonzept dient der Förderung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen. Unter Autismus-Spektrum-Störungen werden insbesondere der frühkindliche Autismus (F84.0), das Asperger-Syndrom (F84.5) und der atypische Autismus (84.0) zusammengefasst. (Prof. Dr. med. Dr. phil. H. Remschmidt, Dtsch. Arztebl 2007; 104(13). In einer weiteren Definition werden alle tiefgreifenden Entwicklungsstörungen darunter subsumiert (z.B. Intermodale Wahrnehmungsstörungen, Kombinationen mit einer weiteren Behinderung).

Um Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen ganzheitlich zu fördern, werden folgende Behandlungsschwerpunkte gesetzt:

  • Grundlegende Stimulierung der Entwicklung des Kindes, um Verständnis und Zusammenhänge (kognitive und emotionale Erkenntnisse) anzubahnen und zu erweitern.
  • Sozial angepassteres Verhalten ermöglichen und störendes Verhalten abbauen, um einerseits Stresssituationen des Kindes zu reduzieren und andererseits das soziale Leben im
  • Klassenverband zu erleichtern und somit die Lebensqualität grundsätzlich zu steigern.
  • Selbständigkeit des Kindes unterstützen, sodass es auch hier Interaktionserfahrungen innerhalb einer sinnvollen Beschäftigung festigen kann.
  • Spracherwerb und Kommunikation anbahnen und erweitern.

 

1.1. Annahmen
  • Diagnosen im Zusammenhang mit der erwähnten Zielgruppe sind sehr unterschiedlich. Dies ist z.T. darauf zurückzuführen, dass Diagnosen verschiedenen Paradigmen zuzuordnen sind: medizinisch-neurologische, symptomatische oder lernprozessorientierte Diagnosen.
  • Ausmass und Ausprägung des Störungsbildes sind bei den Kindern unterschiedlich. Bei schwerem Ausprägungsgrad verbringen die Kinder in der Regel ihre ganze Schulzeit an der Heilpädagogischen Schule Trübbach und benötigen auch nach der Schulzeit Unterstützung.
  • Autismus-Spektrum-Störungen gelten als Entwicklungsstörungen des zentralen Nervensystems („neurodevelopmental disorders“), (Remschmidt, 2007). Die Organisation des Gehirns ist stark beeinträchtigt. Lernprozesse und eine Verbesserung der Lebensqualität sind möglich, führen jedoch nicht zu einer vollkommen anderen Lebenssituation des Kindes.
  • Es ist möglich, sowohl grundlegende Prozesse im Gehirn zu stimulieren (Übergänge zwischen Entwicklungsstufen), als auch gesondert Verhaltensweisen zu beeinflussen (Verankerung einer erworbenen Leistung).

 

1.2. Leitgedanken

Autismus-Spektrum-Störungen umfassen eine Vielzahl von Symptomen, ein vielfältiges Spektrum an klinischen Manifestationen sowie eine grosse Variationsbreite von Ausprägungsgraden. Das auffällige Verhalten der Kinder zeigt sich situationsübergreifend und stellt ein grundlegendes Merkmal der gesamten Entwicklung dar.

Aufgrund der Vielfältigkeit des Störungsbildes gibt es nicht „die Therapiemethode“, sondern verschiedene Therapiemethoden und Programme stehen zur Verfügung, die auf den derzeitigen Erkenntnissen zur Äthiologie, zur Symptomatik und in der empirischen Evidenz bereits erprobt sind.

Ziel ist es, mit Respekt und Wertschätzung auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder individuell einzugehen und ihre Entwicklung grundlegend zu fördern. Durch die Förderung wird das Kind unterstützt, um von einfacheren zu komplexeren Entwicklungsstufen zu gelangen. Die Abschwächung von unerwünschtem Verhalten und der Auf- und Ausbau von Fähigkeiten wird angebahnt und unterstützt, um den Kindern ein weitgehend eigenständiges Leben zu ermöglichen.

Wir gehen davon aus, dass Lernen im Alltag stattfindet. Um im Alltag selbständig Aufgaben zu erkennen und zu lösen, ist der Mensch auf Informationssuche und –verarbeitung angewiesen, die durch eine Organisation innerhalb der Wahrnehmung ermöglicht wird.

Der Alltag an der heilpädagogischen Schule bietet eine Fülle von Alltagsgeschehnissen und kommunikativen Anlässen. Die Geschehnisse nutzen wir, um mit den Kindern Problemlösestrategien zu erarbeiten und ihre Wahrnehmungsorganisation anzuregen und zu verbessern. Die dadurch erfahrenen Erlebnisse werden im Anschluss kommunikativ genutzt, um die Kommunikationsmöglichkeiten und den Spracherwerb des Kindes zu fördern.

Der Fokus liegt hier schwerpunktmässig in der Gestaltung eines Angebots des Aufnehmens (Input); (Affolter-Modell).

Einzelne Entwicklungsleistungen werden in Abhängigkeit des individuellen Entwicklungsstandes des Kindes trainiert und gefestigt. Der Fokus liegt hier in der Gestaltung eines Angebots, der Ausführungsleistungen ermöglicht (Output); (ABA nach Lovaas, TEACCH-Ansatz, Sprachaufbau, alternative Kommunikationsformen).

Das im unten stehenden Raster dargestellte Grundmodell verdeutlicht die mögliche Zuordnung der Ansätze.

 

1.3. Grundmodell
FocusLeistungsstufenMögliche Ansätze
Input

Entwicklung grundlegend stimulieren;
ermöglicht, dass Kind von einfacherer zu komplexerer Entwicklungsstufe gelangt:

  • Gespürte Erfahrungen durch Interaktion
  • Grundsätzliche Erkenntnisse über die Wirklichkeit
  • Affolter-Modell
  • Folgerungen aus Säuglingsforschung
Output

Gezieltes Arbeiten an einzelnen Leistungen oder an Gruppen von Leistungen in Abhängigkeit des individuellen Entwicklungsstandes:

  • Ermöglichen, Vertiefen, Ausweiten von erworbenen Leistungen
  • Unerwünschtes Verhalten abbauen
  • Unterstützende Kommunikationsmethoden
  • Teacch-Ansatz
  • Verhaltensmodifikation

Abb: Grundmodell für die Förderung bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen


Dies impliziert eine Exploration der aktuellen Beeinträchtigungen und stetige Verhaltensbeobachtungen des Kindes sowie Analyse der Interventionen.

Die Entwicklung der einzelnen Methoden und Modelle und deren Veränderungen werden weiterhin mit einbezogen.

 

2. Methoden

2.1. Das Entwicklungs- und Therapiemodell nach Affolter

Das Entwicklungs- und Therapiemodell nach Affolter orientiert sich an der unauffälligen Entwicklung. Über Jahrzehnte wurde das Interaktionsgeschehen bei gesunden Kindern und Erwachsenen sowie bei Menschen mit beeinträchtigter Entwicklung und mit auffälligem Verhalten beobachtet und analysiert.

Auf der Basis dieser Analysen war es möglich, allgemeingültige Aussagen sowohl zu unauffälliger als auch zu gestörter Entwicklung und auffälligem Verhalten zu machen. Die Hauptaussagen dieses Entwicklungsmodells lassen sich folgendermassen zusammenfassen:

  • Entwicklung beruht auf einer Interaktion zwischen Person und Umwelt. Das heisst, dass die Entwicklung einerseits durch die Aktivitäten der Person, andererseits durch andere Menschen und Geschehnisse (Umwelt) beeinflusst wird.
  • Interaktionsgeschehen begleiten den Menschen sein ganzes Leben lang. Wesentliche Bedingung für angemessene Interaktionen ist die Fähigkeit, eigene Ziele zu verfolgen und mit auftretenden Problemen entsprechend umzugehen. Dabei sind Hypothesenbildungen und eine entsprechende Organisation der Informationssuche, der Wechsel der Informationsart und deren Quellen notwendig.
  • Das taktil-kinästhetische System (das „Spüren“) hat durch seinen Stellenwert innerhalb der Interaktion und seine Beziehung zu anderen Wahrnehmungssystemen eine herausragende und führende Bedeutung für die Entwicklung des Menschen. Die Suche nach gespürten Informationen umfasst zwei Aspekte: zum einen die Informationssuche nach dem WO? Im Sinne von: Wo bin ich? - Wo ist meine Umwelt? und zum anderen die Informationssuche nach dem WAS? Im Sinne von: Was geschieht?
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörungen, wie sie sich im Erscheinungsbild der Autismus-Spektrum-Störungen zeigen, werden als Störungen der zentralen Organisation der Wahrnehmung bezeichnet, wobei die intermodale Wahrnehmung (Verbindung einzelner Sinnesmodalitäten) primär betroffen ist.

Über das Führen des Kindes innerhalb eines (dem Verständnis des Kindes angepassten) Alltagsgeschehnisses werden die o.g. Informationsquellen gesucht. Dadurch gelangt das Kind zu neuen Erfahrungen über Ursache-Wirkungsbeziehungen und über Geschehnisstrukturen. Durch diese Informationssuche wird indirekt an einer verbesserten Organisation des Gehirns gearbeitet. Neue Entwicklungsleistungen können entstehen.

Durch diese verbesserte Wahrnehmungsorganisation zeigt das Kind im Verlauf komplexere Entwicklungsleistungen. Im Unterschied zu anderen Entwicklungsmodellen werden die unterschiedlichen Symptome eines Kindes hier indirekt über die Arbeit an der Wahrnehmungsorganisation beeinflusst.

 

2.2. TEACCH

(Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children)
(Begleitung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsgestörter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener)

Aus einem Forschungsprojekt zur Förderung autistischer Kinder im Jahr 1964 entwickelte sich das TEACCH-Programm.
Grundlagen des TEACCH-Programms sind:

  • Autismus wird als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung verstanden. Vielfältige organische Faktoren führen zu einer Informations- und Wahrnehmungsverarbeitungsstörung des Gehirns. Eine lebenslange Begleitung betroffener Menschen ist fast immer notwendig.
  • Die Methodenvielfalt bei der Förderung
  • Die Entwicklung individueller Hilfen zur Unterstützung des Lernens und zur selbständigen Bewältigung des Alltags stehen im Mittelpunkt.
  • Der methodische Aspekt der Strukturierung und Visualisierung bildet dabei eine grundlegende Strategie in der Förderung, die sich auf alle Bereiche der Entwicklung bezieht.

Im TEACCH-Ansatz (das pädagogische Konzept) wird der Alltag der Betroffenen in vielen Bereichen strukturiert. Dadurch werden Abläufe durchschaubar und überschaubar gemacht und Regeln offengelegt. Über strukturelle und visuelle Hilfen werden Orientierungspunkte angeboten, die das Wesentliche hervorheben und das Gedächtnis unterstützen. Zusammenhänge werden dadurch verdeutlicht und komplexe Situationen vereinfacht.
Die Person, für welche die Informationen gedacht ist, muss sie wahrnehmen, auf sie achten, sie erkennen, sie verstehen und sie nutzen können.

 

2.3. ABA (Applied Behavior Analysis) mit verbal Behavior (VB)

ABA bedeutet Angewandte Verhaltensanalyse. Das ABA-Lernprogramm ist ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Frühförderprogramm, das sich besonders für die Kommunikationsförderung von Kindern mit autistischem Verhalten eignet.
ABA-Untersuchungen richten sich darauf aus, wie Lernprozesse funktionieren und wie man durch die Umgestaltung des Umfeldes ein Kind motivieren kann, bessere Verhaltensentscheidungen zu treffen. ABA beruht auf den von B.F. Skinner erstellten Prinzipien des operanten Konditionierens (1938), die besagen, dass wir Verhalten verändern können, indem wir die vorausgehenden Ereignisse sowie die Konsequenzen kontrollieren.

Annahme: Autistische Kinder haben Schwierigkeiten, das Lernangebot ihrer natürlichen Umgebung zu nutzen. Es ist ihnen nicht möglich, Wahrgenommenes adäquat zu verarbeiten. Deshalb können sie sich Verhalten nicht wie andere Kinder ohne weiteres durch Beobachtung und Nachahmung aneignen.

Die Eigenschaften verhaltenstherapeutischer Aufbauprogramme, sind ihr kleinschrittiges, strukturiertes Vorgehen beim Erlernen einzelner sprachlicher Formen und weiterer Fähigkeiten.

Für die intensive Durchführung des ABA-Lernprogramms sind 40 Stunden pro Woche vorgegeben. Alle beteiligten Personen müssen sich auf einheitliche Umgehensweisen mit bestimmten Verhaltensweisen einigen, damit der Lernerfolg garantiert werden kann.

Eingesetzt wird die Methode des operanten Konditionierens, bei der Verhaltensweisen verstärkt bzw. gelöscht werden. Dies bedingt eine Analyse des Verhaltens des Kindes, um zu erkennen, was das konkrete Verhalten des Kindes ausgelöst hat oder welche Situation dem konkreten Verhalten voraus ging und welche Konsequenzen diese Verhaltensweise nach sich zieht.
Ziel ist es, individuell auf das Verhalten des Kindes einzugehen, so dass es nach und nach zu angemessenen Verhaltensformen in bestimmten Situationen hingeführt werden kann.

 

2.4. Unterstützende Kommunikationshilfen

u.a. PECS (Picture Exchange Communication Systems)
(Bild-Tausch-Kommunikationssystem)

Das Ziel der Unterstützten Kommunikation ist eine Verbesserung der kommunikativen Situation von Menschen mit schweren Kommunikationsbeeinträchtigungen.

Kommunikationsunterstützend werden reale Gegenstände, Bildkarten, Fotos, Symbole und Schrift sowie Gesten und Gebärden im Alltag des Kindes eingesetzt. Ziel ist es, dem Kind die Möglichkeit zu geben, Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle zu äussern und allgemein in einen Austausch von Informationen mit anderen Personen zu gelangen. Weiter kann es das Kind unterstützen, auch von bereits Erlebtem oder Zukünftigem zu erzählen.

Eine Kommunikationsunterstützung stellt PECS dar. PECS kennt keine Vorbedingungen, die das Kind haben muss, um PECS anwenden zu können.

Das Training des Bildkartenaustausches gliedert sich in 6 Phasen. Das Erreichen der einzelnen Phasen ist abhängig von den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes. Hier wird die Funktion des kommunikativen Austauschs durch Handlung verdeutlicht. Das Kind reicht mit Hilfe einer Lehrperson (1. Phase) einzelne Symbolkarten einer Person und dafür erhält es dann z.B. den gewünschten und durch das Symbol repräsentierten Gegenstand. Die Symbolkarten, die den jeweiligen Wortschatz einer Person bilden, werden in einem Kommunikationsbuch oder auf einem Kommunikationsbrett –mit Klettstreifen befestigt- aufbewahrt.
Das Kind ist nach den 6 Phasen in der Lage, spontan auf einen Kommunikationspartner zuzugehen und diesem eine Bildkarte (oder Satzstreifen) von einem gewünschten Gegenstand im Austausch für diesen zu geben.

 

3. Einbezug der Methoden

Die Gesamtentwicklung des Kindes steht im Vordergrund und wird unter Anwendung der folgenden Therapiemodelle und Programme im Schulalltag der Heilpädagogischen Schule Trübbach auf vielfältige Art und Weise gefördert. Nachfolgend werden die Schwerpunkte definiert, wobei die Interventionen und Zielsetzungen häufig ineinander übergehen.

Affolter-Modell:
Methode: Anwenden der Führprinzipien in sinnvollen Alltagsgeschehnissen.

Anwendungsbeispiele:

  • Das Kind stösst innerhalb eines Alltagsgeschehnisses an ein Problem und kommt allein nicht weiter
  • beim An- und Abziehen,
  • beim Zubereiten eines Getränks,
  • bei der Gestaltung des Klassenzimmers sowie bei der Strukturierung von Arbeitssituationen.

Ziel: Erfahrungen ausweiten, Entwicklung grundlegend anregen/stimulieren (Wahrnehmungsorganisation), Selbständigkeit erweitern.

TEACCH-Ansatz:
Methode: Unterstützung des Verständnisses durch Visualisierung und Strukturierung von bestimmten Aufgaben/Abläufen/Situationen.

Anwendungsbeispiele:

  • Arbeitspläne für den Ablauf eines Geschehnisses (Bilder von Handlungsabfolgen)
  • Strukturierungshilfen, um die Aufgabe zu visualisieren (Aufgaben – und Fertigkorb)
  • bebilderte Kisten zur Aufbewahrung von bestimmten Gegenständen
  • Visualisierung der Tagesstruktur editors/tinymce/jscripts/tiny_mce/themes/advanced/langs/en.js" type="text/javascript"> durch Tagespläne.

Ziel: Selbständigkeit und Mitbestimmung. (Erworbene Leistungen selbständig anwenden).

ABA:
Methode: Operante Verhaltenstherapie: Verstärken und Löschen von bestimmten Verhaltensweisen durch verbale Aufforderungen und lernen durch Konsequenzen.

Anwendungsbeispiele:

  • Verstärken von erwünschtem Verhalten durch Esswaren oder bunten Bildern
  • Löschen von unerwünschtem Verhalten durch Nichtbeachtung.

Ziel: Angemessene Verhaltensformen des Kindes in bestimmten Situationen.

 

Unterstützende Kommunikationshilfen:

Methode: Kommunikationsunterstützend werden reale Gegenstände, Bildkarten, Fotos, Symbole und Schrift sowie Gesten und Gebärden im Alltag des Kindes eingesetzt.

Anwendungsbeispiele:

  • Mit Hilfe einer Kommunikationsmappe wird von Erlebtem in der Schule oder zu Hause erzählt oder umgekehrt
  • Auswahl von zwei Spielmöglichkeiten (real oder anhand von Bildern) anbieten, so dass das Kind seinen Wunsch äussern kann (durch Zeigen oder Lautäusserung)
  • durch Zeigen auf Bilder kann das Kind seine Gefühle benennen

Ziel: Das Kind erkennt kommunikative Situationen und kann mit den unterstützenden Hilfsmitteln Informationen mit einer oder mehreren Personen austauschen, wenn es dafür nur eingeschränkte oder keine verbal-sprachlichen Möglichkeiten hat.

 

4. Literatur

Affolter, F. (1987): Wahrnehmung, Wirklichkeit und Sprache, Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag

Affolter & Bischofberger (2007): Nichtsprachliches Lösen von Problemen in Alltagssituationen bei normalen Kindern und Kindern mit Sprachstörungen, Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag

Handbuch der Unterstützten Kommunikation, Grundwerk, 1. Auflage, Stand: September 2003

Häussler, A. (2005): Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus, Borgmann-Verlag

Molnar, C. (2005): Applied Behavior Analysis und die Frage nach Selbstbestimmung, Autismus 13, Weidler Verlag

Remschmidt, H. (2000): Autismus - Erscheinungsformen, Ursachen, Hilfen, C.H. Beck-Verlag

Remschmidt, H. (2007): Dtsch. Ärzteblatt; 104